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Vorbereitet für 2018: Online Marketing-Vorsätze für Bibliotheken

Inklusive PDF zum Download. Hake Deine Erfolge ab und bleib motiviert!

Photo by Jerry Kiesewetter on Unsplash
Photo by Jerry Kiesewetter on Unsplash

Das neue Jahr hat gerade erst begonnen. Vor Dir liegen noch etwa 50 Wochen voller Möglichkeiten, Trends und Potenzial, um die Bibliothek bekannter und erfolgreicher zu machen. Der perfekte Zeitpunkt also, um einige Vorsätze für das Jahr zu formulieren. Denn Ziele und Vorhaben festzulegen, die man bis Ende des Jahres erreicht haben möchte, sind der erste Schritt zur Umsetzung. Sie motivieren und tragen dazu bei, diese Anliegen auch wirklich in Angriff zu nehmen. Denn wer kennt es nicht: irgendwann ist das Jahr wieder rum und Du fragst Dich, wo die Zeit nur geblieben ist. Änderungen hat es kaum gegeben. So weit wollen wir es aber nicht wieder kommen lassen. Nicht dieses Jahr! Es ist daher wichtig, gerade für Bibliotheken in der heutigen Zeit, über den Tellerrand hinaus zu blicken und sich immer weiter zu entwickeln. Online Marketing ist dabei ein wichtiges Feld, um die Ziele der Bibliothek zu stärken und im Wettbewerb mit anderen Anbietern bestehen zu können.

Voller Elan und Tatendrang ins neue Jahr starten

Online Marketing kann auf den ersten Blick für manche etwas überwältigend sein. Viele Must-haves sind dabei, aber noch mehr Nice-to-haves und einige Spielereien. Den Überblick über die gesamten Möglichkeiten zu bekommen, ist dabei der erste Schritt. Danach geht es ans Aussortieren: Was solltest Du für die Bibliothek unbedingt in Angriff nehmen? Was kann die Bibliothek realistisch mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen umsetzen?

Zudem ändern sich die Trends und Algorithmen im Online Marketing ununterbrochen. Was Du in dem einen Jahr gelernt hast, kann im nächsten schon wieder veraltet sein. Daher habe ich Dir hier einige mögliche Vorsätze für Bibliotheken aufgelistet, die im Jahre 2018 verstärkt betrachtet werden sollten, um wirklich erfolgreich im Online Marketing unterwegs zu sein. Wichtig dabei: du musst Dir nicht alle hier gezeigten Vorschläge als Vorsätze für dieses Jahr zulegen. Plane Deine Ressourcen realistisch ein und entscheide dann, welche Themen Du bis Jahresende umsetzen möchtest.

#1: Videos

Bewegtbild-Inhalte sind zwar nicht neu, gewinnen aber immer mehr in der täglichen Nutzung an Bedeutung. Waren Videos in den letzten Jahren lediglich ein schöner Zusatz, so sind sie heute ein Muss in den allermeisten Marketingstrategien. 2018 wird dieses Verhalten nur noch weiter zunehmen. Videos sind dabei wahre Publikumsmagneten und werden deutlich öfter geklickt, als andere Inhalte. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Reichweite aus, also die Anzahl der Menschen, denen dieser Inhalt angezeigt wird. Besonders Live-Videos, wie z.B. auf Facebook, unterstützen diesen Trend. Zudem haben Live-Videos eine besonders authentische, kundenbindende Wirkung. Also warum versuchst Du nicht mal, die nächste Veranstaltung in der Bibliothek live zu streamen, den Zuschauer auf einen Rundgang durch die Bücherei mitzunehmen oder eine Online-Sprechstunde durchzuführen? Wenn Du es gut umsetzt, wird es Dir die Community auf jeden Fall danken.

#2: Micro-Influencer

Influencer gehörte 2017 wohl zu den Buzz-Words des Jahres. Gemeint sind damit Meinungsmacher, meist in den Sozialen Netzwerken aktiv, die oft viele Follower und einen gewissen Einfluss auf die Menschen in ihrer Umgebung haben. Auf eigenen Blogs, auf Instagram oder YouTube erreichen viele eine Folgschaft von zehntausenden Menschen. 2018 kommt aber auch Bibliotheken und ihrem oft geringeren Budget zugute (falls überhaupt eines vorhanden ist). Denn 2018 ist das Jahr der Micro-Influencer. Damit sind Influencer mit einer geringeren Followerschaft gemeint, die sich oft in bestimmten Nischen bewegen. Das positive dabei ist, dass Influencer, die eine kleine Zielgruppe ansprechen, von ihren Fans oft authentischer wahrgenommen werden und sie somit mehr Einfluss haben. Bibliotheken könnten beispielsweise mit Buchbloggern zusammen eine Kampagne ausarbeiten. Oder im Gamingbereich mit einem YouTuber aus der Branche zusammen arbeiten. Oder eventuell besteht in Deiner Bibliothek ein besonderer Bestand, der zusätzlich beworben werden sollte. Wichtig ist dabei: lasst eurer Kreativität freien Lauf, sucht den Kontakt nach Außen und vernetzt euch für mögliche Kooperationen.

#3: Mobile Optimierung

Wer es bis jetzt noch nicht auf seiner Agenda hatte, sollte es sich spätestens für 2018 vornehmen und rot einkreisen. Inklusive Ausrufezeichen. Das Angebot der Bibliothek und die Website sollte jederzeit mobil erreichbar sein und für den Besucher einwandfrei und einfach dargestellt werden. Denn das Surfen im Internet via Smartphone und Tablet nimmt stetig zu. Und da der Mensch im Grunde seines Herzens ein faules Wesen ist, wird zum kurzen Checken von Ereignissen in den allermeisten Fällen stehts das Smartphone gezückt. Gerade beim Besuch einer Bibliothekswebsite geht es doch oft darum, kurz etwas zu recherchieren: wann hat die Bibliothek geöffnet, wann muss ich meine Medien abgeben, wo bekomme ich Karten für die Lesung? Solche Fragen sollten einfach und schnell für den Besucher der Bibliothekswebsite zu finden sein. Denn wenn sie es nicht sind, die Website mobil nicht optimal funktioniert oder schlecht dargestellt wird, kann es zu einem negativen Erlebnis beim User führen. Da Du aber sicher lieber glückliche und zufriedene Gäste haben möchtest, die die Bibliothek positiv wahrnehmen, sollte die mobile Optimierung zu den obersten Prioritäten gehören. Schau es Dir doch gleich einmal an: nimm Dein Smartphone oder wahlweise Tablet in de Hand, und ruf die Seite der Bücherei auf. Dann überleg Dir, ob alles einfach zu bedienen und zu finden ist, wenn Du nicht das fundierte Hintergrundwissen als Mitarbeiter hättest. Worauf wartest Du?

#4: Einheitlich auftreten

Der einheitliche Auftritt ist ein Punkt, der mir persönlich am Herzen liegt. Ein professioneller Auftritt im digitalen Umfeld zeichnet sich oft durch einen gewissen Wiedererkennungswert aus. Besonders online ist es eher der Fall, dass die Inhalte lediglich gescannt oder auch überflogen werden. Denk doch mal an Deine eigene Timeline bei Facebook. Es herrscht eine ständige Flut an Informationen, die wir gar nicht alle aufnehmen können. Deshalb muss alles Interessante gefiltert werden.

Ein einheitlicher Auftritt hilft bei dieser Filterung. Wenn Du in den Sozialen Netzwerken, auf der Website und in sämtlichen anderen Publikationen auch, einen Wiedererkennungswert hast, können die User Deine Inhalte leichter zuordnen. Achte also auf die Corporate Identity (oder auch kurz CI) der Bibliothek. Damit gemeint sind die Merkmale, die die Bibliothek kennzeichen und sie abheben. Dazu gehört beispielsweise das Design. Das Logo sollte genau definiert und einheitlich dargestellt werden. Kennzeichne überhaupt vieles mit eurem Logo, dafür ist es schließlich da. Achte zudem auf eine einheiltiche Farbgebung, die sich übergreifend über alle Auftritte durchzieht. Aber auch die Sprache sollte vereinheitlicht werden. Wollt ihr die Nutzer siezen oder duzen, ist der Umgangston eher locker oder sehr professionell und mit etwas Abstand? Leg diese Ansprachen jeweils für die einzelnen Medien fest, aber zieh sie dann dort immer durch. Deine Zielgruppe kann schließlich auf Snapchat eine andere Ansprache präferieren, als auf der Website.

#5: Kanäle miteinander verbinden und bewerben

Der Traum eines jeden Online Marketers wäre es, einen Account bei Twitter einzurichten, eine Website anzulegen oder einen Newsletter via Messenger einzurichten, und die Interessenten kommen von selbst. Leider ist das Leben aber kein Online-Märchen, weshalb Du immer alles dafür tun solltest, Deine Kanäle auch möglichst bekannt zu machen, damit sich der ganze Aufwand damit auch irgendwann lohnt. Ein sehr einfacher, aber auch effektiver Schritt dabei ist, Deine Kanäle untereinander zu verbinden und von einem auf das andere zu verweisen. Zunächst solltest Du auf der Website der Bibliothek, der Hauptzentrale einer jeden Online Marketing Aktivität, sämtliche Kanäle aufführen und verlinken, bei denen die Bibliothek vertreten ist. Poste außerdem in den Sozialen Netzwerken immer mal wieder, dass man der Bibliothek auch auf Twitter, Instagram oder ähnlichem folgen kann. Und erkläre dabei auch, wieso man es tun sollte. Was hat der User für einen Mehrwert, wenn er der Bibliothek folgt? Verlinke außerdem in der Biographie, bzw. an der passenden Stelle im jeweiligen Account, die Website. 

Vergiss auch nicht die ständigen Mails, die Du und Deine Kollegen sendet. In der Signatur ist, gut platziert, genügend Platz um auf die verschiedenen Plattformen aufmerksam zu machen, oder auch auf bestimmte Kampagnen. Wer dies nicht umsetzt, vergiebt viel Potential für die Verbreitung der Bibliothek und ihrer Angebote.

#6: Strategie einbringen

Ohne Strategie geht nichts. Besonders im Online Markeing Umfeld. Denn hier hast Du die Möglichkeit, Dir sämtliche Daten anzeigen zu lassen, Deine Kampagnen und Aktivitäten zu bewerten und letztenendes ihren Erfolg zu definieren. Wie bei jedem Vorhaben, musst Du dir aber zunächst einen Plan machen. Wenn Du Dir einen Tisch zusammenbauen willst, machst Du Dir schließlich auch erst einen Plan, scribbelst Dir das zu erwartende Ergebnis auf ein Blatt Papier, überlegst Dir die Maße, die Materialien und sämtliche Hilfsmittel. Nicht zu veressen die einzelnen Arbeitsschritte. Genau so musst Du auch alle Aktivitäten im Online Marketing angehen. Zunächst solltest Du Dir ein Ziel überlegen (z.B. mehr Nutzer in der Bibliothek zu begrüßen). Anschließend richtest Du alle Deine Tätigkeiten auf dieses Ziel aus. Ein Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, kann natürlich ein eigener Blog sein, oder eine Facebookpage, mit der Du auf die Dienstleistungen der Bblothek aufmerksam machst. Aber diese Maßnahmen sind eben nur die Mittel, die Dich an Dein eigentliches Ziel führen sollen. Überlege Dir die Inhalte, die Du verbreitest.

Lege Dir die komplette Strategie zurecht, bevor Du auch nur einen weiteren Schritt gehst. Denn wer weiß, ohne Strategie wird aus dem Tisch wohlmöglich eher ein Stuhl, oder ein Nachttisch, weil die Materialien fehlen. Und Deine Online Aktivität kann ohne Strategie ein Flop werden. Wenn das also 2018 Dein Ziel ist, eine Strategie einzubringen, dann lies Dir doch auch den Artikel zum Thema Social Media Strategie durch.

#7: Monitoring und Analyse

Unter Monitoring versteht man den Vorgang, dass man das Web nach News, Meinungen und Stimmungen zum Unternehmen, der Dienstleistung oder verwandten Themen durchforscht. Bibliotheken sollten immer wissen, wie sie bei den Nutzern oder auch potentiellen Nutzern ankommen. Denn auch in Foren, auf Blogs oder den Sozialen Netzwerken wird über jeden geredet. Ob derjenige nun dort anwesend ist, oder nicht, spielt keine Rolle. Du solltest also Fragen in Foren, die die Bibliothek betreffen, finden können, ebeso wie Neuigkeiten, die Einfluss auf die Bücherei haben. Denn nur wenn Du weißt, was die Menschen bewegt und worüber sie sich austauschen, kannst Du ihnen auch die richtigen Inhalte und Angebote bieten. Um Mäuschen zu spielen und solche Inhalte zu finden, gibt es einige automatische Tools. Das wohl bekannteste und einfachste ist dabei Google Alert. Gib dort einfach die Schlagwörter (oder auch Keywords) ein, über die Du auf dem Laufenden gehalten werden willst, und Du bekommst automatisch eine Mail, sobald etwas dazu veröffentlicht wurde.

Aber auch die Analyse ist ein wichtiges Thema, Während Monitoring ein durchgehender, ständiger Prozess ist, wird die Analyse in geregelten Abständen durchgeführt. Dabei werden die gesammelten Daten ausgewertet und eben - wer hätte es gedacht - analysiert. Es kommt natürlich drauf an, was Deine Ziele sind, auf welchen Plattformen die Biblothek unterwegs ist und welche Daten dementsprechend relevant sind. Aber nur anhand der Analyse der Daten kann eine Erfolgskontrolle durchgeführt werden. Oder aber auch als Anlass dazu dienen, einige Dinge zu ändern. Habe also grundsätzlich Deine Daten und Kennzahlen im Blick, um positive und negative Änderungen zu bemerken.

#8: auf Newsletter setzen

Es hält sich seit Jahren das Gerüchst, dass E-Mails aufgrund der steigenden Popularität der Sozialen Netzwerke, an Einfluss verlieren werden. Seit Jahren lässt sich aber eben diese These nicht bestätigen. E-Mails-Marketing ist immer noch einer der erfolgreichsten Kommunikationskanäle überhaupt. Die Zahl der verschickten E-Mails soll Schätzungen zufolge sogar noch jährlich um jeweils 5 % steigen. Wer sich für den Newsletter registriert, zeigt zudem bereits großes Interesse an der Bibliothek und den Angeboten. Es ist damit einfacher, diese Menschen auch für (neue) Dienstleistungen zu begeistern.

Ein Newsletter für die Bibliothek kann verschiedene Inhalte haben: Veranstaltungstermine, neue Angebote, interessante Neuerscheinungen nach Genre oder besondere Neuigkeiten passen perfekt in das Postfach der Abonnenten.

Um einen Newsletter zu erstellen gibt es verschiedene Anbieter, die auch zunächst kostenlos genutzt werden können. Ich versende meine Newsletter beispielsweise mit Newsletter2go. Um die E-Mail-Adressen zu sammeln, kannst Du ganz einfach ein vorgefertigtes Anmeldeformular auf der Website der Bücherei einbinden (vorausgesetzt Du hast den Zugriff, beim Öffentlichen Dienst ist es manchmal schwierig, ich weiß). Wie das Ganze aussehen kann, kannst Du dir gerne auf meiner Seite ansehen. Und wenn Du schonmal dort bist, vergiss nicht, Dich für den Newsletter einzutragen. ;)

#9: immer auf dem neusten Stand sein

Das ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt, um wirklich erfolgreiches Online Marketing zu betreiben. Denn gerade in der digitalen Welt können sich die Dinge von einen auf den anderen Tag ändern. Wie bereits erwähnt: was heute noch aktuell ist, kann morgen bereits veraltet sein. Um keine bösen Überraschungen daher zu erleben, solltest Du Dich daher ständig weiterbilden und den Neuigkeiten in der Branche folgen. Auch ich versuche auf Facebook und Twitter bereits regelmäßig wichtige News weiterzugeben. Denn es freut und motiviert mich, wenn ich ein wenig zur Aufklärung im manchmal etwas unübersichtlichen Online Marketing Dschungel beitragen kann.

Extra: Deine Vorsätze 2018 zum Ausdrucken und Abhaken

Du willst Deine Vorsätze für dieses Jahr immer im Blick haben? Dann lade Dir die Datei runter, ergänze sie mit Deinen eigenen Vorsätzen, und hake Deine Erfolge ab!


Fazit

Was solltest Du aus diesem Artikel mitnehmen? Es ist wichtig, Dir für Deinen Erfolg Ziele zu setzen. Der Jahresanfang ist prädestiniert dafür, und einige Vorschläge habe ich Dir speziell für 2018 aufgeführt. Eigene kannst Du natürlich jederzeit in Angrff nehmen. Achte aber darauf, dass Deine Ziele im Online Marketing realistisch sind. Am Ende des Jahres solltest Du schließlich das Erreichte feiern können.

Welche Ziele hast Du Dir für dieses Jahr vorgenommen? Schreib es gern in die Kommentare, ich freue mich von Dir zu lesen.

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Wer schreibt?

Daniela.

FaMI. Online Marketing Managerin. BWLerin. Texterin. Leidenschaftlicher Geek.
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